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Rettungsschwimmer bewachen wieder die Strände in M-V

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17.05.2019

 

Rund 1500 DLRG-Rettungs-schwimmer sind in diesem Jahr zwischen Boltenha-gen und der Insel Usedom im Einsatz.

 Zurzeit werden die Haupttürme in den Badeorten an der Küste besetzt.

Der Startschuss für die diesjährige Wachsaison erfolgte in einigen Badeorten bereits am Osterwochenende. Einige Ortsgruppen nutzten das schöne Wetter und das lange Wochenende, um Bojen zu setzen, die Technik für die Saison vorzubereiten und die Wachen auszurüsten. Ab 18. Mai werden vom zentralen Wasserrettungsdienst Küste der DLRG die ersten Haupttürme besetzt, u.a. in Boltenhagen, Graal-Müritz, Kühlungs-born, Prerow, Sellin, Göhren und Zempin. Mit den steigenden Tempera-turen werden dann in den kommenden Wochen und Monaten weitere Strandabschnitte in den Wachdienst aufgenommen.
Die DLRG besetzt in diesem Jahr an der Ostseeküste etwa 80 Rettungs-türme in 28 Vertragsorten. Hinzu kommen fünf Wachstationen an den Binnenseen des Landes.
Dafür bewerben sich pro Saison etwa 1500 Rettungsschwimmerinnen und -schwimmer. Das Gros sind Schüler und Studenten im Alter von 18 bis 28 Jahren. Mit dem Ferienbeginn sind bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft in M-V täglich 260 Rettungsschwimmer von 09 bis 18 Uhr im ehrenamtlichen Einsatz. Viele von ihnen „opfern“ für die Badesicherheit der Urlauber ihren Jahresurlaub. Die DLRG hat in M-V 32 aktive Ortsgruppen. Besonders stark sind die Ortsgruppen in Stralsund, Wismar, Grimmen, Bergen und Samtens. In diesen Gliederungen wird nicht nur eine hervorragende Wasserrettung praktiziert sondern eine vorbildliche Jugendarbeit und Sanitätsausbildung/Sanitätsabsicherung geleistet.
Trotz noch gewöhnungsbedürftiger Wassertemperaturen von 10 bis 14 Grad ist die Badesaison in Mecklenburg-Vorpommern eingeläutet. Auch wenn man es kaum glauben mag, aber die ersten aktiven Senioren gehen bei diesen Temperaturen bereits baden, erklärt DLRG-Einsatzleiterin Mai Bartsch. „Für uns heißt das: Präsenz zeigen, auch wenn im Wasser noch nicht viel los ist“, so die Einsatzleiterin. Vielmehr wollen die Rettungsschwimmer den Strandbesuchern bereits jetzt ein Gefühl von Sicherheit geben. So richten sie ihren Blick nicht nur auf die wagemutigen Badenden, sondern versorgen auch Schnittwunden oder kleine Verletzungen.
Bis Ende Juni werden zunächst die Haupttürme besetzt, bevor mit den steigenden Urlauberzahlen auch weitere Türme in Betrieb gehen. „Jeder Badegast kann auch in der Vorsaison in zumutbarer Entfernung einen bewachten Badestrand finden“, sagt Einsatzleiterin Mai Bartsch.
Nach Angaben der zentralen Einsatzleitung der DLRG in Bad Nenndorf werden für die Vor- und Nachsaison noch Rettungsschwimmer gesucht. „Wir haben viele Schüler und junge Erwachsene aus M-V im Einsatz, die erst im Juli Ferien bekommen“, so Bartsch. Bewerbungen sind deshalb bei Wasserrettern weiter willkommen, denn auch die Monate Juni und September müssen abgesichert werden. „Die Entwicklung ist Ausdruck des demografischen Wandels“, sagt Mecklenburg-Vorpommerns DLRG Präsident Knut Abramowski. „Wir brauchen jedes wachsame Auge und jede helfende Hand. Besonders in dieser sehr langen Saison“, appelliert er an weitere Bewerber.
Um zusätzliche Rettungsschwimmer zu gewinnen, bietet die DLRG auch in diesem Jahr wieder Intensiv-Rettungsschwimmerkurse an. Einzelheiten dazu finden Interessenten auf der Website des Landesverbandes. Diese Arbeit zahle sich inzwischen aus, sagte Mai Bartsch. Von den knapp 200 Rettungs-schwimmern, die in diesen Kursen in den vergangenen Jahren zusätzlich ausgebildet wurden, kämen rund ein Drittel an der Küste zum Einsatz.
Ein besonderes Augenmerk richten die Rettungsschwimmer der DLRG in diesem Jahr auf die Schwimmausbildung der Kinder. So werden in den Sommermonaten u.a. in Thiessow, Stralsund, Kirch-Baggendorf, Prerow, Wismar und Boltenhagen Schwimmkurse angeboten. Nähere Auskünfte dazu erteilen die einzelnen Ortsgruppen oder die Wachmannschaften vor Ort.

Th. Erdmann