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Ausschreibung: Jung, sportlich, FAIR

FairPlay-Logo_2013
17.05.2019

Ausschreibung der Deutschen Olympischen Gesellschaft
Die Fair Play-Initiative der Deutschen Olympischen Gesellschaft e.V. (DOG) schreibt auch dieses Jahr wieder den Fair Play-Preis „Jung, sportlich, FAIR“ aus.
Mit „Jung, sportlich, FAIR“ sollen auch 2019 wieder faire Gesten im Sport sowie Projekte von Jugendlichen zur Thematik Fair Play ausgezeichnet werden.

Die Fair Play-Initiative der DOG
Die DOG tritt in der deutschen Sportlandschaft als federführende Kraft der Fair Play-Initiative für die Einhaltung und die Verbreitung des Fair Play-Gedankens im Sport und in der Gesellschaft ein. Fair Play spielt im Leistungs- wie im Breitensport eine entscheidende Rolle. Denn Fair Play ist mehr als die Befolgung der Regeln. Fair Play macht den Geist des Sports aus und fordert Handeln nach innerer Einstellung. Daher muss Fair Play ständig neu bewusst gemacht werden. Dies ist nicht nur eine Sache des Wissens, sondern vor allem des Verhaltens.

Fair Play steht für:
die Anerkennung und Einhaltung der (Spiel-)Regeln,
den partnerschaftlichen Umgang mit dem Gegner,
die Achtung der gleichen Chancen und Bedingungen,
die „Begrenzung“ des Gewinnmotivs (kein Sieg um jeden Preis),
die Wahrung der Haltung bei Sieg und Niederlage

 

Die Gewinner der Ausschreibung 2017/2018

1. Platz: Madita Kopp (VfL Nagold)
Die 17 Jahre alte und aktive Gewichtheberin Madita Kopp schenkte ihre gewonnene Goldmedaille bei den Landesmeisterschaften 2017 in Baden-Württemberg ihrem mit Down-Syndrom geborenen Trainingspartner. Dieser zeigte sich enttäuscht, nachdem er nur den 9. Platz erreichen konnte, da es nach damaligem Satzungsrecht keine Special Olympics-Kategorie gab. Durch diese selbstlose Aktion zeigte Madita Kopp nicht nur großen Sportgeist, sondern bewies gelebte Inklusion im Sport. Eine tolle Geste der noch so jungen Tübingerin.

2. Platz: Linus Vennemann (LG Osnabrück)
Linus Vennemann, Mittel- und Langstreckenläufer, überzeugte im Wettkampf in den Niederlanden mit seiner sehr guten 3.000m-Zeit. Laut Anzeigentafel wäre der 17-jährige Stadtrekord und die Qualifikation für die Deutschen Jugendmeisterschaften gelaufen. Er wies jedoch sofort seinen Trainer sowie die Zielrichter darauf hin, dass die Zeit nicht stimme. Erst am Folgetag korrigierten die Veranstalter die Zeit auf 8:59,28, womit der junge Athlet sich trotzdem noch für die Deutschen Meisterschaften qualifizieren konnte. Ehrlichkeit hat Vorbildcharakter für Fair Play und wurde mit dem zweiten Platz bei „Jung, sportlich, FAIR“ honoriert.

3. Platz: Jonas Michelbrink (Hertha BSC)
Das Halbfinale der Berliner Hallenmeisterschaft zwischen den beiden U15-Regionalligisten Tennis Borussia Berlin und Hertha BSC verlief sehr ausgeglichen. Nach der regulären Spielzeit stand es Unentschieden, weshalb ein Neunmeter-Schießen über den Finaleinzug entschied. Der gegnerische Keeper parierte den Schuss von Jonas Michelbrink. Der Schiedsrichter pfiff aus unerfindlichen Gründen auf Wiederholung. Diese schoss der junge Sportler absichtlich daneben, da er keinen Grund für die Wiederholung gesehen hatte. Auch hier zeigte Jonas, dass ein Sieg um jeden Preis nicht erstrebenswert ist und wahrt die fairen Bedingungen beider Mannschaften im Wettstreit um den Sieg.

DEUTSCHE OLYMPISCHE GESELLSCHAFT e.V.

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