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Sportlerwahl 2017: Kandidaten auf ein Wort…

10.01.2018

Carl Hinze: „Spaß an der Geschwindigkeit“

War 2017 das perfekte Jahr für Sie?
Carl Hinze: Mit zwei zweiten Plätzen bei der U-19-WM kann ich nicht sagen, dass es perfekt war. Aber ich war schon sehr erstaunt darü-ber und bin stolz auf die Zeiten, die ich gefahren bin – dass ich das geschafft habe! Ich habe erst 2014 mit dem Bahnradsport angefangen, nachdem ich zuvor wegen einer Krankheit ein Jahr überhaupt keinen Sport machen durfte.


Nächste Saison starten Sie in der U 23. Was ist da möglich?
Carl Hinze: Mir geht es im ersten Jahr in der neuen Altersklasse darum, richtig zu trainieren, mich weiterzuentwickeln und genug Punkte zu sammeln, damit ich bei den Weltcups starten darf. Der absolute Saison-Höhepunkt ist die EM. International vorne mitzufahren, erfordert einen enormen Trainingsaufwand.

Woraus schöpfen Sie Ihre Kraft und Motivation?
Carl Hinze: Mir macht das Fahrradfahren einfach unheimlich viel Spaß, vor allem die hohen Geschwindigkeiten auf der Bahn.

Wie gefährlich ist Ihr Sport?
Carl Hinze: Wenn man mit sechs Fahrern mit 70, 80 Stundenkilometern auf der Bahn sprintet, ist das schon gefährlich. Bei der WM bin ich im Keirin- Finale über den Lenker geflogen, weil vor mir einer gestürzt ist und ich in ihn reingefahren bin. Es war mein Glück, dass mein Fahrrad alles abgefangen hat. Es war dann auch komplett kaputt.

Interview: S. Fröbe/OZ

Claudine Vita: „EM in Berlin ist Riesenmotivation“

Zum ersten Mal auf der Kandidatenliste – überrascht?
Claudine Vita: Gerechnet habe ich damit nicht, aber ich freue mich sehr. Das ist das I-Tüpfelchen für die vergangene Saison.


Sie sind 2017 die zweitbeste deutsche Diskuswerferin – trotzdem haben Sie die WM verpasst. Ärgerlich?
Claudine Vita: Natürlich. Ausschlaggebend waren die Deutschen Meisterschaften, wo ich als Dritte nicht ganz an mein Niveau rankam. Trotzdem war es immerhin meine erste Medaille bei den Frauen.

Hat Sie der EM-Titel in der U 23 entschädigt?
Claudine Vita: Das war mein Hauptziel in dieser Saison, und das habe ich erreicht. Insofern ist es kein Trostpflaster. Die WM hat sich erst durch meinen Leistungssprung als Ziel ergeben. Es wäre das I-Tüpfelchen gewesen.

Sie haben 2017 Ihre Bestweite um 1,68 auf 64,45 Meter verbessert. Ist das üblich?
Claudine Vita: Ich bin jung, da kann so ein Sprung passieren. Dieses Jahr ist es mir erstmals gelungen, meine Trainingsleistungen im Wettkampf umsetzen zu können.

2018 ist die Leichtathletik-EM in Berlin. Warum brennen Sie besonders auf einen Start?
Claudine Vita: In der U 23 gibt es 2018 keinen Höhepunkt. Deshalb wäre die EM d e r Wettkampf für mich, wo ich auf jeden Fall dabei sein möchte. Meine Familie kommt aus Berlin und würde hinter mir stehen. Das ist noch mal ein ganz anderes Gefühl und eine Riesenmotivation.

Interview: Kai Rehberg/OZ

Hannah Anderssohn: „Das beste Jahr meiner Karriere“

Segel-Training oder Urlaub – wie haben Sie den Jahreswechsel erlebt?
Hannah Anderssohn: Beides. Wir sind nach Weihnachten in den Urlaub geflogen.
Ich habe einen Trainings-plan mitbekommen, an den ich mich in Ägypten – neben dem Kitesurfen – auch halte. Ich mache zum Beispiel Ausdauertraining und Stabilisationsübungen.

Sie sind 2017 U-19-Jugendweltmeisterin und Vizeweltmeisterin in der Altersklasse U 21 geworden? Wie ordnen Sie diese Erfolge ein?
Hannah Anderssohn: Es war das bislang beste Jahr in meiner Seglerkarriere. Ich bin froh, dass ich das erreicht habe, denn wegen einer Knie-Operation hätte es auch anders laufen können.

Sie stehen als Sportlerin des Jahres zur Wahl. Machen Sie Werbung für sich?
Hannah Anderssohn: Ich habe mich sehr gefreut, dass ich nominiert wurde und habe das meinen Freunden via Facebook auch mitgeteilt. Mehr mache ich aber nicht. Ich verfolge die Wahl mit großem Interesse und bin gespannt.

Welche Höhepunkte gibt es im neuen Jahr für Sie?
Hannah Anderssohn: 2018 gibt es Welt- und Europameisterschaften in der Laser-Klasse. Ich starte zum ersten Mal bei den Erwachsenen. Außerdem stehen die Abiturprüfungen bevor, die im März starten.

Sportliche Ziele?
Hannah Anderssohn: Ich peile bei EM und WM erst mal einen Platz unter den Top 20 an.

Interview: Christian Lüsch/OZ

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